Die Plattform für Herzensprojekte & einzigartige Angebote

Berufung gefunden Teil II

Berufung gefunden Teil II

in Kolumne by

Berufung gefunden Teil II –  nö, bis jetzt nicht

Tim Ferriss gähn, die 4-Stunden Woche. Hast Du jetzt weggeklickt?

Kann ich verstehen, auch ich kann es nicht mehr hören, nicht mehr lesen und mag auch nicht mehr drüber sprechen. Warum? Er meint etwas anderes als die meisten darunter verstehen. Berufungsgurus, Berufungsseminare. Jau alles wunderbar. Aber…

Berufung gefunden Teil IIIch wäre nicht ich, gäbe es nicht noch ein ABER!

Und Du hast Recht, zu vielen Menschen kommt die Berufung einfach, so…nach Hause oder so.

Nur nicht bei Dir?

Da erleben sie ein schlimmes Schicksal und schwupp, da ist sie , die wundersame Lösung, was Du den Rest Deines Lebens zu tun hast. Oder Dir wird gekündigt, Du läufst traurig mit hängendem Kopf zu Starbucks, siehst auf der Strasse im Regen glitzernd, eine aufgeweichte Streichholzschachtel liegen –da springt sie Dich an! Sie. Die Berufung. yeah. Du erfindest auf der Stelle Schachteln aus Esspapier, ist auch bei Mac Doof viel besser, entweder sie werden mit aufgegessen oder sie lösen sich einfach im Regenwasser auf. Leute, schmeißt ruhig eure Pappkartons weg, ja auch die von der Pizza, es macht der Umwelt nichts aus.

ZACK! 4 Jahre später bist Du reich, hast mehrere Patente, denn inzwischen hast Du Pappkartons mit hauchdünner Lakritzbeschichtung gegen Durchweichen erfunden und welche mit Belüftung für Kleintiertransporte, das Esspapier in den klerikalen Einrichtungen der Republik gibt es fürderhin in den Geschmacksrichtungen, frisches Blut, saftiges Fleisch, Sünde, Sünde XL,  Sünde XXL und Reue (Bittermandel, Buttersäuregeschmack) auf jeden Fall bist Du fein raus.

Und jetzt stell Dir mal vor, man hätte Dir nicht gekündigt! GRAUENHAFT. Dann wärst Du dort nicht, wo Du heute bist.

Da ist der Zufall zu Hilfe gekommen und weißt Du auch warum? Es ist Dir zugefallen weil es fällig war. So. Nimm das.

Und jetzt für alle anderen, die schlappen 99 % der Bevölkerung, denen die Berufung nicht einfach so vor die Füße fällt. Was ist mit denen?

Stellt sich zunächst einmal die Frage:

Muss es denn eine Berufung sein? Kannst du nicht einfach so mal lustig arbeiten gehen, dann Feierabend haben und gut ist. Freitags schön einen zischen gehen und Samstags mit Freunden treffen, Sonntags chillen, Montags, siehe Satzanfang…

Gott sei Dank, ja. So geht es auch. Für alle, die sich jetzt wieder erkannt haben… Danke für´s Lesen. Ihr könnt chillen gehen.

Die anderen, die jetzt wieder deutlich dieses Grummeln verspürt haben, dieses Zusammenziehen des Körpers zwischen Hals und Bauchnabel, mögen bitte einfach weiterlesen.

Bleiben wir mal bei den Tatsachen.

Zunächst stellen wir fest, die Berufung hat selten etwas mit einem Beruf zu tun. Noch dazu versteckt sie sich im Unbewussten. Gemein oder? Aber auch der Grund dafür, dass Du sie nicht immer so präsent hast. Vielmehr dümpelt sie da so latent in Dir rum, schwappt  mal nach oben, taucht wieder unter, ploppt wieder auf. Meist sind wir aber viel zu vielbeschäftigt um ihrem Aufploppen Beachtung schenken zu können. Und so ein Unbewusstes ist nickelig und fragil. Zieht sich etwas beleidigt wieder zurück und meldet sich auf subtile Weise immer wieder. Mal wird Dir bereits Sonntags schlecht, wenn Du an den Wochenanfang denkst, dann es setzt Dich schachmatt. Für mehrere Wochen, gerade jetzt, wo auch Dein Partner keine Zeit für Dich hat. Und Deine Nachbarn sind grad im Urlaub. Ätsch, da hast DU es!

Nun musst Du Dich mit Dir beschäftigen, erst klappt das gar nicht, das schlechte Gewissen den Kollegen gegenüber (glaub mir, Du bist der oder die Einzige, die das hat, deshalb gleich an dieser Stelle…lass es) dann weißt Du nicht so Recht, was Du anfangen sollst mit der Zeit und dann, von hinten leise angeschlichen nur um Dich dann voll anzuspringen, diese Frage, diese eine Frage.

War es das?

Zack, die Frage hat Dich erwischt. Nun gibt es kein Zurück mehr.  Sie ist ins Bewusstsein gerückt. Dein Unbewusstes hat die einzig unsichere Stelle in Deinem System gefunden und ist hindurchgeschlüpft. Voila! Riesengroß steht sie da im Raum. Wie ein Elefant, mitten im Raum, nah bei Dir.

Du erinnerst Dich an Teil I ? Berufung gefunden- Freude weg?

Dort beschrieb ich, zu welchen Höchstleistungen Dich eine Leidenschaft antreibt.

Aber ist das Berufung? Für mich ja aber für Dich?

Wie kannst du herausfinden ob Dich etwas grad echt anfixt oder Du Berufung empfindest?

Kennst Du diese Parameter?

Dein Kopf ist vernünftig, rational, strukturiert, weiß genau, wie, was und warum geht. Wäre da nicht Dein dummer Bauch, der immer zwickt und genau der scheint seit Deiner kurzen Auszeit, sei es ein Wochenende, ein Urlaub oder ein Schicksalsschlag, eine Krankheit oder eine Geschichte, in Verbindung mit Deinem Kopf zu stehen.

Bauch zieht sich zusammen, Kopf denkt: war es das?

Bauch zwickt: Kopf denkt: wofür das alles?

Bauch drückt: Kopf denkt: bin ich dafür hier auf dieser Erde?

Bauch grummelt: Kopf denkt: Was werde ich hinterlassen, wenn ich mal gehe?

Bauch dreht sich um: Kopf denkt: Es muss mehr geben, was mit Sinn und so.

Kennst Du das?

Okay, Du bist verloren. Du bist bereits auf der Suche. Aber nun bist Du auch offen für die sicheren Anzeichen.

Sichere Anzeichen:
Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich, wußte schon Goethe.
  • Du stellst immer öfter fest, dass Du „eigentlich“ was ganz anderes machen wolltest, immer schon… (nur Deinen Eltern zuliebe hast Du es nicht getan).
  • Es kommen Menschen in Dein Leben, die genau an Deiner Stelle mal waren und nun ein neues, anderes Leben haben und Dir so unendlich ruhig und zufrieden vorkommen, obschon sie gar nicht viel Geld oder Luxus haben.
  • Es schließen sich Türen vor Deiner Nase, Du bist erschrocken. Erst später wird Dir auffallen, dass diese Türen nicht für Dich waren und das es gut so war.
  • Du stellst plötzlich fest, dass Du weder Kopf-noch Bauchschmerzen hast und es ist Montag.
Du bist im Büro. Was ist los, bist Du plötzlich über Nacht zufrieden mit Deinem sinnentleerten Job, Deinen mobbenden Kollegen, dem narzisstischen Zäpfchen von Chef? Nein, Du hast nur den Ruf vernommen. Hört sich mystisch an, oder?
  • Plötzlich kommt von irgendwo her Geld, (Stromrückzahlung, Steuernachzahlung, Kaution von vor 5 Jahren, irgendein längst vergessener Sparvertrag…) Du hattest immer sofort einen Wunsch parat, dieses Mal nicht. Du legst es weg und wartest, Du spürst, da kommt was. Der Drang, sich sofort etwas davon zu kaufen, was rein äußerlich aufwertet ist einfach nicht da.
  • Du befindest Dich in einem inneren Umbruch, Dein Umfeld hält Dich momentan für seltsam, selbst das macht Dir nichts   Du empfindest so etwas wie eine sanfte Ruhe ganz tief drinnen. Irgendwie sicher, so als könne nichts passieren. Du schwimmst sozusagen in einem Vertrauen, welches Dir selbst nicht geheuer ist.
  • Plötzlich treten Menschen in Dein Leben, denen Du aus irgendeinem Grund von Deiner Vision, Deinem Wunsch, Deiner Idee oder einfach von Deiner Frage – war´s das? – erzählst und Du wirst Dich wundern, was dann passiert.
  • Nein, es sind nicht Deine Freunde mit denen Du darüber sprichst, auch nicht Deine Familie, es sind Menschen, die bislang gar nicht zu Deiner Lebenswelt gehörten. Du wirst Dich später fragen, wie Du sie kennen gelernt hast und feststellen, es war ein Event, Anlass oder etwas das Dir gar nicht behagte, Du wolltest dort nicht hin.
  • Du merkst plötzlich sogar deutlich, dass, wenn Du den falschen Weg wählst- weil Dich doch noch mal ein Sicherheitsbedürfnis oder ein Zweifel gepackt hat-die Wege zurück versperrt sind. Das erschrickt Dich aber es zeigt Dir auch, dass Du mit diesen Wegen nichts zu tun hattest, Du bist in fremde Fußstapfen gelatscht. Sonst nichts.
  • Du weißt, Du hast Zeit, Du kündigst nicht sofort, Du hebst nicht alles Geld von der Bank ab, du verscheuerst Dein Auto nicht, Du spürst eine ungeahnte innere Ruhe, ja fast Geduld, die Dich wohlbesonnen überlegen lässt. Eine Eigenart die Dir bisher nicht gerade zu eigen war.
  • Du kannst plötzlich damit leben, dass Dich nicht alle gut finden, aber Du kannst auch die anderen endlich in Ruhe lassen, missionierst nicht mehr, willst aber auch nicht mehr unbedingt gefallen.
  • Du hat einen Exit-Plan, bist bereit eine Zeit lang zweigleisig zu fahren, Du bist schließlich nicht bescheuert und schmeißt alles hin, nein, du schraubst und baust in Ruhe neben Deinem Job, neben Deinem Studium, neben der Familie etwas auf. Das gibt Dir Kraft anstatt Dich auszumergeln.

Ich sagte ja, Du bist infiziert.

Das Virus Berufung hat Dich befallen

Hier kommt es gar nicht auf Deinen Beruf an, denn Berufung hat was mit persönlicher Einstellung zu tun. Dein Mindset zur Aufgabe macht etwas zur Leidenschaft oder zur langweiligsten Sache der Welt, nur leider lässt sich genau das nicht einfach umprogrammieren, wär ja auch zu einfach.

Empfindest Du trotz allergrößter Bemühungen Deinen Job als Geldquelle aber siehst keinen weiteren Sinn oder Nutzen darin, dann frisst diese von Dir gefühlte Sinnlosigkeit Deine Lebenszeit auf und Deine Energie. Brennt etwas in Dir, was es für Dich lohnenswert macht, arbeitest Du auch gerne 16 Stunden lang  täglich für viel weniger Geld, als in Deinem jetzigen Job und findest das auch noch gut.

Höre ich da Stimmen? Stimmen, die mir sagen, ja toll, Elke, super und ich bin leider nicht angefixt, was nun? Erstens. Sei froh, dann machst Du den richtigen Job. Alles gut. Zweitens, Du kannst mit esoterischem Krempel nix anfangen und deshalb kommt wohl die Berufung nicht  zu Di…nee, Quatsch, das Unterbewusstsein ist keine Esoterik und auch keine Raketenphysik. Du glaubst, nur Idealisten suchen eine Berufung?

Na und? Bist Du lieber ein Mensch, der einfach nur Geld verdient um sich versorgen zu können? Gut, solange Du dabei zufrieden bist ist es gut. Und ja, Du kannst eine Berufung auch als Hobby ausüben, spricht nichts dagegen.

Du möchtest von der Muse der Berufung geküsst werden?
Dann flirte mit ihr!

Auch das geht. Jetzt kommt wieder das große Aber, Du musst was dafür tun, denn Dein Bauch hat sich noch nicht gemeldet aber Du spürst bereits, dass Du irgendwie nie so ganz zufrieden bist, einen zu beziffernden Grund gibt es dafür nicht. Du kannst der Muse auf die Beine helfen, indem Du Dinge machst, die Du sonst nicht  machst. Lies etwas ganz anderes als sonst. Du interessierst Dich für die Finanzwelt und kennst Dich aus, dann lies jetzt mal einen Liebesroman, einen reinen Frauenroman.

Auch wenn Du männlich bist, Du wirst eh staunen, was Du alles erfährst. Gehe in einen Baumarkt wenn Du bisher lieber nach Handtaschen geschaut hast, siehe, höre und lerne. Wie wirst Du beraten? Konntest Du alles verstehen? Nimm jedes noch so kleine Detail auf, münze es um auf Dich, erkennst Du Dich eher im mürrischen Mitarbeiter mit leichter Frauenbelächeltendenz?

Oder doch eher in der netten, freundlichen, zuvorkommenden Informationsmitarbeiterin und vor allem, was lernst Du draus?

Wie viele Vorurteile begegnen Dir, was kannst du in Deinen Alltag transferieren um es besser, genauso oder ganz anders zu machen. Du hast noch nie Rohkost gegessen. Mach  es heute noch.

Du hasst es, rückwärts einzuparken? Mach es jetzt. Übe heute Abend noch, muss ja erstmal niemand sehen. Übe ruhig in der größten Lücke, die Du findest, es geht hier nicht ums  Profilieren, es geht um das reine MACHEN dessen, was Du bisher vermieden hast.

Nimm heute mal einen anderen Weg zur Arbeit. Fahre eine andere Tankstelle an als sonst, wer weiß, wer Dir begegnet. Du hörst immer laut Musik, dann denkst Du wenigstens nicht nach? Lass es heute mal sein, tu Dir mal die absolute Ruhe an. Denke an Dich, denke über Dich nach und stelle Dir die Wunderfrage: Wenn nichts schiefgehen könnte, was würdest Du heute noch beginnen?

Preview für den nächsten Monat: Du hast sie Muse mit nach Hause genommen, Du bist durchgestartet und jetzt versteckst Du Dich hinter Deinem Business? Lass das!
Quovadix Mindset-Ninja Elke Dola
Quovadix Mindset-Ninja Elke Dola

Elke Dola – Mindset-Ninja für Körpersprache, Kommunikation und Ausstrahlung; geprüfte, psychologische Beraterin, Coach & Wirksamkeitstrainerin.

ARBEITE MIT MIRHier kannst Du direkt >>einen Termin<< vereinbaren!

(DAPR); Inhaberin der Onlineakademie Akademiedigital; Texterin für Homepages, Firmenphilosophien, Kolumnen und Bewerbungen; Nougatesserin und Motorradfahrerin, Freigeist und Klartextsprecherin.

 

1 Comment

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*

Latest from Kolumne

Go to Top